So helfen uns Plüschtiere & Teddybären – 6 kuschelige Fakten

So helfen uns Plüschtiere & Teddybären – 6 kuschelige Fakten

Plüschhase, Teddybär, Knuddelhund oder Stoff-Dino – fast jeder von uns hatte in seiner Kindheit einen knuffigen Begleiter, der immer mit dabei war.

Ob klein, groß, neu oder ausgefranst spielte dabei keine Rolle.

Wichtig war, dass der flauschige Freund immer da war, wenn wir ihn brauchten – als Tröster, Einschlafhilfe und Schutzbefohlener.

Doch auch im Erwachsenenalter haben Teddys und Kuscheltiere für viele eine große Bedeutung – entweder als wohlige Erinnerung an die Kindheit oder als Ankerpunkt im Alltag, der weiterhin beim Einschlafen hilft und ausdrückt, wofür wir nur schwer Worte finden.

Aber wieso können auch ältere Semester nicht vom Knuddelbären lassen?

Im Folgenden Text verraten wir dir, warum Kuscheltiere so wichtig für uns sind – und warum sie uns weiterhelfen, egal in welchem Alter.


Fakt 1: Stofftiere geben Sicherheit

Für Kinder sind Plüschtiere nicht einfach nur Spielzeug – sie sind belebte Spielgefährten, die Trost spenden und ein sicheres Gefühl schenken.

Dabei werden sie oft als Teil von Ritualen verwendet, zum Beispiel beim Einschlafen.

Für viele Kinder stellen die Tiere dabei eine emotionale Versicherung dar, auf die sie sich verlassen können – was besonders wichtig ist, wenn herausfordernde oder ungewohnte Situationen anstehen. Kuscheltiere sind also Teil einer kindlichen Strategie, mit Stress umzugehen.

Doch auch Erwachsene profitieren noch von den beruhigenden Eigenschaften eines kleinen Plüschgefährten.

Zum einen weckt ein Stofftier bei vielen von uns wohlige Erinnerungen an die Kindheit – allein das kann schon trösten.

Zum anderen können sie uns nach wie vor helfen, emotionalen Ballast loszuwerden und dienen als emotionale Stütze in schwierigen Situationen.

Warum das so ist?

Ganz einfach – das Berühren eines Teddybären wirkt auf viele Menschen beruhigend. Gerade für kranke Menschen kann ein Plüschtier deshalb der entscheidende Talisman in einsamen Stunden sein.

Und auch als imaginäre Ansprechpartner, wenn sonst niemand zuhört, erfüllen Stofftiere eine wichtige psychologische Funktion für Alt und Jung.

Dabei wecken Kuscheltiere aber nicht nur das Kind in uns – sie helfen uns auch, kindliche Verhaltensmuster zu überwinden und als gefestigte Persönlichkeiten Teil der Erwachsenengesellschaft zu werden, wie der nächste Fakt zeigt.


Fakt 2: Plüschtiere machen uns erwachsen

Psychologen bezeichnen Teddybären und andere Kuscheltiere als Übergangsobjekte, weil sie Kindern helfen, sich von den Eltern los zu lösen.

Diese Phase ist für viele Kinder – aber auch noch Erwachsene – eine anhaltende Herausforderung, die durch den Teddy als Brückenobjekt erleichtert werden kann.

So werden tierische Begleiter zum Beispiel genutzt, um die Regeln der Eltern aus zu testen – im Zweifel wird der Regelbruch und das damit einhergehende Ausschimpfen dann auf den felligen Freund abgewälzt.

Aber das persönliche Knuddeltierchen stellt oft auch den ersten Bezug jenseits der elterlichen Obhut dar.

Das erklärt auch, warum bis heute viele Erwachsene ihren Plüschbären oder Stoffhund mit auf Reisen nehmen: der fellige Freund stellt einen Bezug nach Hause her und unterstützt somit das selbstständige Handeln, welches das Erwachsensein ausmacht, auf eine positive Art und Weise.

Durch das Kuscheln mit einem Plüschbegleiter lernen wir aber auch, Verantwortung zu übernehmen. Schließlich ist der Teddy nicht nur für uns da, wenn wir ihn brauchen – sondern verlangt auch unsere Liebe und Aufmerksamkeit, wenn einmal der Stoff reißt oder ein Kullerauge schief hängt.

Auch das Füttern oder Waschen gehört dazu und bringt schon den Kleinsten bei, was es heißt, für andere zu sorgen und Empathie zu empfinden.

Dieses Fördern von Rollenspielen ist auch ein weiterer Grund, warum uns Kuscheltiere helfen-
das macht der nächste Fakt klar.


Fakt 3: Teddybären regen die Fantasie an

inder weisen dem Kuscheltier die verschiedensten Rollen zu: mal ist der Plüschfreund das Kind selbst, mal der Kinderarzt oder ein Familienmitglied.

Was vielen Erwachsenen wie ein Spiel vorkommt, ist in Wirklichkeit ein essentieller Teil der kindlichen Selbstentwicklung und Kreativität.

Das Schlüpfen in andere Rollen kommt aber auch Erwachsenen noch zu Gute: unangenehme Erlebnisse aus der Vergangenheit können so besser verarbeitet werden – genauso wie Ängste, die auf die Zukunft projiziert werden.

Nicht nur in einem Therapiekontext spielt der Teddy deshalb eine wichtige Rolle – auch privat kann der ein oder andere von uns bestimmt mal von einer ordentlichen Dosis Kindlichkeit und Kreativität profitieren.

Die positiven Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit sind damit aber noch lange nicht zu Ende – das zeigt der nächste Fakt.


Fakt 4: Plüschbären drücken aus, was nicht gesagt werden kann

Viele Kinder legen mit ihrer ganz eigenen Sprache den Plüschtieren Wörter in den Mund. Das Ganze ist aber mehr als nur ein Kinderspiel: oftmals drücken die Kids dabei Dinge aus ihrem Inneren aus, für die ihnen sonst das Vokabular fehlen würde.

Was schon bei den Kleinsten funktioniert, hilft auch Erwachsenen – ein Teddy sagt oft mehr als tausend Worte.

Besonders beliebt sind Teddybären deshalb nach wie vor als klassische Geschenke zum Valentinstag oder für einen kranken Menschen, der uns nahesteht.

Denn Kuscheltiere trösten nicht nur in schwierigen Lagen, sondern machen auch angenehme Momente noch schöner – egal ob bei Kindern oder Erwachsenen.

In solchen emotional aufgeladenen Situationen fällt es uns oft nicht leicht, die richtigen Wort zu finden – Kuscheltiere helfen uns hier als universelle Botschafter der Zuneigung.

Ob das ein Grund dafür ist, dass alle Altersgruppen gerne mit einem Stofffreund knuddeln?

Fakt 5: Teddys – beliebt in allen Altersklassen

Dass Kuscheltiere auch bei Erwachsenen beliebt sind, wird schon daran ersichtlich, dass sich so viele von uns noch auf einen kuscheligen Gefährten verlassen: jeder siebte nimmt sein Knuddeltierchen sogar mit in den Urlaub (Quelle: https://www.zeit.de/2019/10/selbstheilung-trostspender-kuscheltiere-erwachsene). Und weil viele sich schämen, ihren Teddy oder Stoffhund dem persönlichen Umfeld zu zeigen, dürfte die Dunkelziffer noch einmal höher liegen.

Neben der ganzen Psychologie finden viele einen Teddy dabei einfach nur bequem – denn der weiche Stoff sorgt für angenehme Gefühle auf der Haut und hält uns auf langen Zugfahrten warm.

Darüber hinaus kann ein Kuscheltier aber auch der Kommunikation mit anderen dienen – etwa als liebevolles Geschenk für einen Menschen, der uns nahesteht.

Gerade dieser Faktor dürfte für viele Erwachsene eine große Rolle spielen – schließlich gehört die gekonnte Kommunikation in Beruf, Familie und Beziehung einfach dazu.

Doch die alle Altersklassen durchziehende Liebe zum Kuschelfreund hat auch profanere Gründe – das zeigt der letzte Fakt.

Fakt 6: Stoffbären als Deko wecken wohlige Kindheitserinnerungen

Egal wo du hinschaust – wenn es um passende Dekoration für die eigenen vier Wände geht, lässt sich ein klarer Trend hin zu Retro beobachten.

Wie lässt sich das erklären?

Ein Faktor dürfte mit Sicherheit sein, dass positiv aufgeladene Erinnerungen an vergangene Tage uns auch in der Gegenwart ein gutes Gefühl geben – dabei ist es egal, ob die Gedanken an die gute alte Zeit 1:1 der Realität entsprechen oder romantisch verklärt werden.

Ein Teddybär oder Kuscheltier kann in diesem Sinne angenehme Situationen aus der Kindheit wieder ins Gedächtnis rufen.

So spendet ein Plüschtierchen auch als Deko-Objekt Trost, Sicherheit und ein Gefühl von Heimat – genau die richtige Grundlage für ein gemütliches Feeling in den eigenen vier Wänden!

Kuscheltiere sind also nach wie vor beliebt bei Alt und Jung – und das aus gutem Grund.

Schließlich nehmen sie als

• Tröster
• Schutzbefohlene
• Ansprechpartner
• oder Einschlafhilfen

einen absolut positiven Einfluss auf unsere Psyche.

Eng damit zusammen hängt auch ihr Einsatz als Deko-Objekt für die eigenen vier Wände – denn wer umgibt sich nicht gerne mit angenehmen Erinnerungen und einem wohligen Gefühl von Sicherheit?

Am Ende des Tages muss natürlich jeder von uns selbst entscheiden, ob ein Kuscheltier weiterhilft oder nicht – schaden kann es auf keinen Fall.

Da ist es dann auch egal, ob der fellige Freund heimlich im Wäschekorb versenkt wird, wenn Besuch ansteht, oder offen auf der Couch posiert.

Verwendetes Bildmaterial:
Alexas_Fotos (1650171) | Pixabay

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