Landhausgarten gestalten: 5 Tipps für Deko und Pflanzen

Landhausgarten gestalten: 5 Tipps für Deko und Pflanzen


Bist du bereit für eine Zeitreise?

Mit ein paar kleinen Tricks wird dein Garten zur Zeitmaschine – und du tauchst ab in die Welt der romantischen Cottages und urigen Bauerngärten.

Denn egal, ob im Jahr 2020 oder anno dazumal: ein Landhausgarten lädt zum Träumen ein.

Hier findest du Ruhe vor dem Alltag und kannst dich voll und ganz deiner persönlichen Landidylle hingeben.

Den Garten als Rückzugsort wissen die Menschen bereits seit Generationen zu schätzen – nach einem langen Arbeitstag fanden sie hier, auch früher schon, die nötige Erholung.

Hinzu kommt, dass Landhausgärten verhältnissmäßig wenig Pflege benötigen.

So kommen zeitloser Stil und praktische Zweckmäßigkeit zusammen – typisch Landhaus eben!

Tipp 1: Natur + Struktur = Landhaus

Egal ob Cottage-Garten oder Bauernhaus – beim Landhausstil steht die ländliche Natur im Zentrum der Gestaltung. Das Besondere dabei: die wilde Pflanzenpracht wird mit einem klaren Konzept in geordnete Bahnen gelenkt.

  • Trau dich also ruhig, Pflanzen auch mal etwas wuchern zu lassen! Besonders Kletterrosen erzeugen ganz schnell einen zugewachsenen Eindruck. Klassische Alternativen zur Rose sind Efeu und Blauregen.

  • Wenn du auf den typischen Landhausstil stehst, solltest du außerdem darauf achten, deine Blumen nicht allzu geordnet zu platzieren. Gerade ein auf den ersten Blick chaotisch anmutendes Blütenmeer sorgt im Sommer für das originale Cottage-Feeling.

  • Für noch mehr Natürlichkeit sorgst du auch mit Pflanzen, die sich selbst aussähen – so kannst du der Natur ganz entspannt bei der Arbeit zusehen.

  • Unser Geheimtipp: setze auf robuste Pflanzen wie Schafgarbe oder Bartnelken. So sparst du dir zusätzlichen Aufwand und verhinderst, dass dein Garten unnötig künstlich wirkt.

 Neben der Bepflanzung ist aber auch die Grundstruktur deines Gartens entscheidend. 

 

  • Die Wege werden von vielen Landhausfans mittlerweile verschlungen gestaltet. Das ist zwar untypisch für die ursprünglichen englischen Cottages, liegt aber voll im Trend – die Entscheidung liegt bei dir!

  • So oder so kannst du Wege ganz simpel mit Kies anlegen: das ist praktisch und stilvoll zugleich. Die klaren Strukturen der klassischen Landhausgärten kannst du aber auch optimal mit Pflasterwegen erzeugen. Künstlich wirkende Werkstoffe wie Beton sind dagegen fehl am Platz.

  • Zu den steinigen Wegen passen gepflasterte Einfassungen um die Beete. Diese haben den angenehmen Nebeneffekt, dass deine wertvolle Erde nicht weggeschwemmt wird.

  • Zusätzlich kannst du Wege und Beete auch mit Pflanzen abgrenzen – kleine Buchshecken haben sich hier besonders bewährt.

  • Als weitere Alternative bieten sich natürliche Dekorationselemente aus Stein, Holz oder Ziegeln an, die du am Wegesrand platzierst (https://www.matches21.de/dekoartikel/holz-stein-naturdeko/).

  • Als echter Geheimtipp gelten hier zum Beispiel alte Holzzäune. Egal ob weiß angestrichen oder urig verwittert, geben sie deinem Landhausgarten Struktur und dienen richtig platziert zugleich als Sichtschutz. Nach einigen Jahren sind die Zäune dann oft wunderbar zugewachsen und verstärken das verwunschene Landhausflair.

Die Landhaus typische Kombination aus Natur und Struktur spiegelt sich aber natürlich nicht nur in der Grundgestaltung wider, sondern ebenso in den verwendeten Formen und Farben – das zeigt der nächste Tipp.

 

Tipp 2: Landhaus heißt Natürlichkeit

Auch wenn viele englische Cottage-Gärten auf den ersten Blick total durchgeplant erscheinen, orientieren sie sich vor allem an urigen Bauerngärten. Das kommt gerade bei der Auswahl der farblichen Ästhetik und verwendeten Dekorationselementen besonders zum Tragen.

  • Farblich kannst du dich ganz bodenständig an den jeweiligen Jahreszeiten orientieren – genau wie Bauern anno dazumal.

  • Im Frühling und Sommer darf es demnach gerne bunt werden: die knallige Blumenpracht kann sich dann voll entfalten.

  • Für die warmen Jahreszeiten bieten sich etwa Begonien, Dahlien, Lilien oder Hortensien an. Als simpler Geheimtipp gelten auch Kornblumen. Deiner Fantasie sind bei der Bepflanzung aber quasi keine Grenzen gesetzt – also trau dich und probiere dich aus!

  • Im Herbst und Winter übernehmen dann gedecktere Farben den Garten: wenn die Blütenpracht schwindet, kannst du die natürlich gewachsene Ästhetik gezielt mit Deko ergänzen oder kontrastieren – achte aber darauf, dass das Ganze nicht zu überladen wird. Denn schließlich zeichnet den Landhausstil auch sein Hang zur Reduktion aus.

Für die Dekoration deines Landhausgartens bieten sich deshalb vor allem schlichte Formen aus natürlichen Materialien an (https://www.matches21.de/dekoartikel/garten-outdoor-deko/):

  • Mit verwitterten Büsten schaffst du einen stilvollen Gegensatz zu der, um sich greifenden Natur. Die schlichten Steinfiguren sind vor allem in England beliebt und geben deinem Garten eine Extraportion Cottage-Feeling – besonders in Kombination mit Wildrosen.

  • Heutzutage gehören auch verwitterte Dekokugeln zum A und O der Landhausgestaltung. Diese machen sich besonders gut zwischen deinen Beeten, egal ob mit oder ohne Blumenmuster.

Bei all der Schlichtheit solltest du aber immer auch das magische Element in deinem Garten betonen – das macht der nächste Tipp deutlich.

Tipp 3: Lass dich von deinem Landhausgarten verzaubern

Besonders wichtig für das unverwechselbare Landhausfeeling sind die kleinen versteckten Lieblingsplätze.

Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen – gut ist, was begeistert!

  • Beliebt sind zum Beispiel gemütliche Sitzecken mit verwitterten Holzmöbeln. Zwar sollten deine Gartenstühle in einem halbwegs robusten Zustand sein, wenn du darauf auch sitzen möchtest. Aber etwas Moos oder Verfärbung verleiht den Möbeln ein uriges Aussehen – du wirst dich fühlen wie auf einer Zeitreise!

  • Das wildromantische Flair des Landhausgartens wird auch durch gusseiserne Stangen oder Pergolen verstärkt.

  • In Kombination mit Kletterrosen oder Clematis entsteht ein einmaliges Cottage-Ambiente – und ein schattiges Plätzchen, das im Sommer zum Verweilen einlädt.

  • Darüber hinaus verleihen auch Trittsteine aus Holz oder Stein deinem Garten etwas Magisches und können deine Besucher zu den liebevoll versteckten Plätzchen führen.

Die romantische Seite deines Landhausgartens wird auch durch den nächsten Tipp betont.

Tipp 4: Aus Alt mach Neu im Cottage-Garten

Bei Modebegriffen wie Upcycling hätten unsere Vorfahren wohl nur "Bahnhof" verstanden.

Denn was uns heute besonders erscheint, war früher ganz normal: die kunstvolle Wiederverwertung von alltäglichen Gebrauchsgegenständen.

Und was damals im Bauerngarten funktioniert hat, verleiht auch heute noch deinem Cottage Garden das entscheidende Gefühl von Zeitlosigkeit.

  • Besonders bieten sich etwa alte Schubkarren an. Diese kannst du als innovative Pflanzkübel benutzen oder auch einfach (für sich selbst stehend) als uriges Designelement.

  • Als Klassiker gelten auch Metallwannen – aufgrund ihrer Form bieten sie sich ebenfalls bestens als Pflanztöpfe an und machen optisch einiges her.

 

  • Mit ein wenig Glück kannst du auf einem Flohmarkt auch eine alte Sonnenuhr abstauben – gerade so liebevoll ausgewählte Details machen den Landhausgarten so besonders. Deine Besucher werden verzaubert sein!

  • Falls du besonders kreativ bist, kannst du auch selbst kleine Kunstwerke schaffen: guck dich doch einfach mal im Keller, auf dem Dachboden oder in der Scheune um. Als Rohmaterial eignen sich zum Beispiel Gießkannen, Eimer aller Art oder alte Fenster.

  • Weil auch damals die Menschen schon Wert auf robuste Qualität gelegt haben, sind viele Bauerngärten bis heute von gusseisernen Elementen geprägt. Egal ob Tische, Stühle oder kleine Tore: der langlebige Werkstoff Eisen macht auch heute noch einiges her.

Nostalgische Gefühle sind im Landhausgarten also an der Tagesordnung. Aber erst frische Elemente hauchen dem Gesamtkunstwerk Garten Leben ein, wie der nächste Tipp deutlich macht.

Tipp 5: Wasser marsch!

Typisch für fast jeden Landhausgarten ist ein Gartenteich.

Optisch sorgt das sanfte Glitzern der Wasseroberfläche dabei besonders im Sommer für eine einmalige Stimmung.

Aber auch für die Natur ist das Wasser ein Hochgenuss.

  • Ein Teich lockt zahlreiche gefiederte Freunde zum verweilen, baden und trinken an.

  • Wenn du Glück hast, kannst du an einem lauen Sommerabend sogar Schwalben oder Fledermäuse beobachten, die sich an den zahlreichen Insekten über dem Wasser gütlich tun.

  • Im Hochsommer kommt dann durch das allabendliche Froschkonzert eine romantische Dorfatmosphäre auf.

Darüber hinaus hast du mit ein wenig Wasser in deinem Landhausgarten ganz neue Möglichkeiten der Bepflanzung.

  • An einem Teich kannst du zum Beispiel Wasserdost ansetzen. Die beliebte Gartenpflanze sorgt mit ihrer Blütenpracht für ein unverwechselbares Ambiente und fungiert gleichzeitig als Sichtschutz.

  • Als beliebte Alternativen verschönern auch Schilf und hohe Gräser aller Art deinen Garten.

Was aber, wenn du für einen Teich keinen Platz hast?
Auch dann gibt es ein paar wunderschöne Alternativen, um deinem Garten mit etwas Wasser Leben einzuhauchen.

  • Naturliebhaber können sich dank einer stilvollen Vogeltränke im Sommer trotzdem über lautes Gezwitscher freuen – die angelockten Vögel helfen außerdem bei der Bekämpfung von lästigen Insekten.

  • Unser feuchter Geheimtipp: alte Weinfässer als Regentonnen zweckentfremden. Das hilft dir zum einen deinen Landhausgarten im Sommer natürlich und kostengünstig mit Regenwasser zu versorgen. Zum anderen verleiht das verwitterte Holz deiner Gartenlandschaft eine zeitlose Ästhetik.

Der Landhausstil überzeugt also auch außerhalb der eigenen vier Wände mit einer typischen Kombination aus Langlebigkeit und zeitlosem Stil.

Typisch für den Cottage-Garten ist dabei die Kombination aus Natur und Struktur: wenn du die wilde Schönheit der Bepflanzung mit ein paar Grundmustern kombinierst, entspannst du dich schon bald in deiner persönlichen Landhausidylle.

Deiner Fantasie sind dabei wie immer keine Grenzen gesetzt.

Also trau dich und tauche ein in die Welt von anno dazumal!

Verwendetes Bildmaterial:
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